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Bisherige Einsätze

Einsatzberichte
Himmelsperlen International


LIBANON: Medizinische Einsätze
PAKISTAN: Kindercamp, Frauenkonferenzen, Mitarbeiterschulung
SYRIEN: Baueinsätze in Aleppo
Libanon-Zahnarztbehandlung-HIMMELSPERLEN-INTERNATIONAL-KINDERHILFSWERK

    Fragen zu den Einsätzen bitte über unsere Kontaktadresse oder per Email an:

    info@himmelsperlen.org

    Ärzteteam Einsatz Oktober 2019 Libanon


    Im Oktober startete zum 5.Mal ein Team mit Himmelsperlen International zu einem Einsatz für medizinische Versorgung von syrischen Flüchtlingen nach Libanon. Wie immer unter der Leitung von Margret Meier, Pastorin i.R., Gründerin von „Himmelsperlen International“ e.V. mit Sitz in Sulzbach /Taunus. Dieses Werk ist der Veranstalter der Einsätze.

    Unser Ärzteteam bestand aus Zahnarzt, Allgemeinärztinnen, Gynäkologin und Kinderarzt. Dazu kam eine Trauma Therapeutin und Krankenschwestern. 

    Überschattet wurde unser Einsatz von Demonstrationen in Beirut und auch in Zahlé mit vielen Straßensperren. Die Autofahrt ab Flughafen war recht beschwerlich, denn viele Straßen waren gesperrt. Demonstranten brachten ihren Unmut über die Misswirtschaft ihrer Regierung zum Ausdruck. Quer stehende Fahrzeuge verhinderten die Durchfahrt, Reifen brannten, Soldaten hatten Sperren aus Stacheldraht aufgebaut, an etlichen Verkehrsknotenpunkten standen Panzer. Wir beteten in den Autos. "Zwei Engel“ mit roten Autos lotsten und plötzlich den Weg durch die Stadt Beirut, indem sie uns bis zum Stadtrand vorausfuhren.

    Unsere Arbeit fand in einer christlichen Kirche der Stadt Zahlé in der Bekaa Ebene statt. Nicht weit entfernt von der Grenze zu Syrien. Gemeinsam mit Mitarbeitern der „True Vine Church“ konnte unser Team in dieser Woche 600 Patienten ambulant versorgen. Viele kamen mit leichten akuten Erkrankungen, manche litten auch an chronischen Krankheiten oder waren durch Krieg, Flucht und andere Ereignisse gezeichnet. Die traumatisierten Patienten konnten von unserer Trauma Therapeutin gut behandelt werden. Manche nahmen ein persönliches Gebet gerne in Anspruch.

    Unser Zahnarzt und seine Assistentin hatten einen großen Patientenandrang. Viele Zähne konnten repariert oder gezogen werden. Patienten mit Entzündungen und Schlimmerem waren sehr froh, dass die Ursachen ihrer Schmerzen beseitigt wurden.

    Rettung eines vierwöchigen Säuglings

    Baby Cedra hat Dank Spenden die lebensnotwendige Operation erhalten
    Baby Cedra hat Dank Spenden die lebensnotwendige Operation erhalten
    Libanon Hier leben Flüchtlinge
    Libanon Flüchtlingscamp
    Libanon Flüchtlingscamp

    Ein vierwöchiger Säugling wurde dem Kinderarzt vorgestellt mit sehr starker Mangelernährung. Er war völlig ausgetrocknet und suchte verzweifelt nach Milch. Wir brachten ihn sofort in ein örtliches Krankenhaus zur Behandlung. Die Behandlungskosten übernahm unser Verein „Himmelsperlen International“. Das Baby kam in einen Brutkasten, wurde künstlich ernährt und konnte durch eine Bluttransfusion gerettet werden. Die weitere Ernährung mit Pulvernahrung und sauberem Wasser wurde organisiert, denn die Mutter ist selbst ernsthaft erkrankt und konnte ihr 5. Kind nicht stillen. Die Mutter war sehr entlastet, als sie sah, dass es mit ihrem Baby wieder aufwärts ging und seine Ernährung für die Zukunft gesichert war.

    Die notwendigen Medikamente hatten wir zu einem kleinen Teil mitgebracht. Hauptsächlich aber haben wir, wie auch in Deutschland, die nötigen Medikamente rezeptiert. Die können in einer nahegelegenen Apotheke abgeholt werden. Für die Patienten sind Behandlung und Medikamente kostenfrei, da die Menschen völlig mittellos sind. Für die Medikamente hat das Werk „Himmelsperlen International“ 10.000 € bezahlt. Alle Teilnehmer an dem Hilfseinsatz finanzieren ihren Einsatz selbst und verrichten die Arbeit unentgeltlich.

    Zeltdorf Libanon HIMMELSPERLEN INTERNATIONAL KINDERHILFSWERK

    Himmelsperlen International bemüht sich um langfristige ärztliche Unterstützung

    Chronisch Kranke werden, soweit möglich, ebenfalls weiter versorgt. Folgebehandlungen werden organisiert und finanziert. Wir konnten nach früheren Einsätzen orthopädische Operationen, kardiologische Interventionen und eine Darmoperation erfolgreich durchführen lassen.

    Zu Beginn unseres Einsatzes baten Eltern eines vierjährigen schwer herzkranken Mädchens, das zu dieser Zeit in einem Krankenhaus vor Ort lag, um unsere Unterstützung. Der Arztbrief ihrer Tochter zeigte, dass ihre Tochter sehr dringend operiert werden musste. Wir organisierten in Beirut die dringend notwendige Operation am offenen Herzen. Doch leider kam die Hilfe zu spät. Das Kind starb in der Nacht vor der geplanten Vorstellung bei dem Herzchirurgen. Hier zeigte sich für uns deutlich die Begrenzung der Möglichkeiten in diesem Land. Das trifft ganz besonders zu, wenn die Eltern den Eigenanteil des Eingriffes nicht bezahlen können. Der Tod des kleinen Kindes hat uns sehr betroffen gemacht. Wir haben sie unterstützt durch die Übernahme der Beerdigungskosten. Mitglieder der Kirchengemeinde haben sich um die trauernden Eltern und Angehörige gekümmert.

    Von diesem Einsatz haben wir für 30 Patienten die nachfolgende Verantwortung der Weiterbehandlungen übernommen, denn wir können und wollen sie nach ihrer Diagnose nicht sich selbst überlassen.

    So verstehen wir unseren Dienst, denn diese Menschen wurden uns anvertraut.

    Bedrückend ist auch die notdürftige Unterbringung der syrischen Flüchtlinge in den Zelten oder primitiven Behausungen. Viele harren dort schon seit Jahren aus und haben keine Perspektive für die Zukunft.

    Der Libanon ist durch die geschwächte Wirtschaft stark angeschlagen. Korruption und Misswirtschaft haben ihre Spuren hinterlassen. Die Lage in dem Land entwickelt sich dramatisch. Deshalb bitten wir darum, im Gebet für den Libanon einzustehen. Dort sind noch immer mehr als 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge bei ca. 6 Millionen Einwohnern.

    Jeder Teilnehmer hat in seinem Einsatz viel Liebe investiert und den Flüchtlingen gezeigt, dass sie uns wichtig und wertvoll sind. Das hat deutliche Spuren ihrer Dankbarkeit hinterlassen.

     

    Jesus sagt:

    „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ Math. 25,40


    Einsatz Kinderkamp Pakistan


    2. Himmelsperlen International Kindercamp 2019 in Pakistan
    – Tage voller Ermutigung für 250 Kinder

    Bittere Armut trotz harter Arbeit und keine Hoffnung auf Besserung. Das ist das Leben der christliche Arbeiter in den Ziegelfabriken im Bundesland Punjab.

     

    Pakistan Junge auf Ziegelfeld_0 HIMMELSPERLEN INTERNATIONAL KINDERHILFSWERK

    Viele sind Analphabeten und auch ihre Kinder würden ohne jemals lesen und schreiben zu können durchs Leben gehen. Jetzt haben einige dic Chance in der School of Grace einen Schulabschluss zu machen, und dadurch auch die Chance einer Berufsausbildung zu bekommen.

    School of Grace

    Pakistan School of Grace Campus-2 HIMMELSPERLEN INTERNATIONAL KINDERHILFSWERK

    Anfang 2017 wurde außerhalb von Lahore eine Schule von Margret Meier gegründet. Inzwischen besuchen 250 Kinder von den Arbeitern die School of Grace um für ihre Zukunft eine bessere Grundlage zu haben. Für diese Kinder haben wir ein Kindercamp durchgeführt, und sie damit herausgeholt aus der Eintönigkeit ihres tristen Alltags um ihnen gute Botschaften, Spaß und Freude zu bringen.

    Pakistan Einsatz Kindercamp Oktober 2019

    Unter der Leitung von Margret Meier flogen wir mit 15 Personen im Herbst nach Lahore und wollten

    • die Lebensbedingungen der Kinder und ihrer Eltern in den Ziegelfabriken kennen lernen
    • die School of Grace sehen und erleben
    • ein Kindercamp für alle Schüler der School of Grace durchführen, das ihnen Freude machen soll, Hoffnung geben, und das Wissen vermitteln: Ich bin ein einzigartiger Mensch in dieser Welt und ein geliebtes Kind Gottes

    Das Programm der Woche war sehr beeindruckend. Es bot eine besondere Wahrnehmung auf die Menschen, die in großer Armut leben. Wir realisierten vor Ort, wie wichtig Bildung für ein menschenwürdiges Leben ist. Beim Zuhören im Unterricht der School of Grace erlebten Lehrer aus Deutschland engagierte pakistanische Lehrerinnen und Kinder, die gerne lernen wollen. Wenn aber so eine Chance auf Bildung nicht da ist, werden wahrscheinlich leider viele dieser Kinder als Erwachsene ebenso in den Ziegelfabriken arbeiten wie ihre Eltern. Das Rad der Armut wird sich weiterdrehen.

     

     

    Jeder Tag des Kindercamps begann mit mitreißender pakistanischer Musik.

    280 Kinder und Erwachsene sangen pakistanische Lieder mit Begeisterung und Bewegung. Armin Knothe erzählte biblische Geschichten und Ereignisse, die wir in anschaulichen Sketchen für die Kinder darstellten. Aurangzeb Ghauri, der Schulleiter, übersetzte alles von Englisch in Urdu, die Hauptsprache in Pakistan. Gemeinsam mit pakistanischen Übersetzern gestalteten wir die Kleingruppen. In Workshops wurde es kreativ. Handpuppen, summende Bienen, Papierflugzeuge, Gürtel, Taschen wurden hergestellt. Wir ließen Teller tanzen und malten kleine Kunstwerke. Es gab viel zu lachen bei gemeinsamen Spielen mit Bällen, Karten, Schwungtuch und es entwickelten sich Beziehungen.

    Wir beteten miteinander, füreinander und konnten erleben, dass die Kinder verstanden haben: Ich bin wertvoll für einen liebenden Gott, dessen Sohn Jesus hier auf der Erde gelebt hat und für mich da ist. Am Ende der Tage fragte eine Mitarbeiterin die Kinder was für sie wichtig geworden war. „Mir haben die Storys von Noah und Jairus gut gefallen“ sagte Adishba. „Ich habe mich so gefreut, dass ich den Bartimäus spielen durfte“ meinte Nouman mit leuchtenden Augen. Boeez fand alle Workshops gut, Manahil war glücklich, dass es zum Mittagessen genügend Reis gab, Sheyan war stolz auf seine Aquarellbilder. „Nächstes Jahr will ich wieder beim Kidscamp mit dabei sein“ sagte Sana zum Abschied zu mir und umarmte mich.

    Libanon