Libanon

  • Bevölkerungsdichte
     
    6,23 Mio. Einwohner (2017)
  • Hauptreligion
     
    Islam
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Der Libanon ist ein kleines Land, nur halb so groß wie Hessen. Es liegt westlich von Syrien. Die Einwohnerzahl beträgt nur 4 Millionen und doch hat das Land knapp 2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Das ist weltweit die größte Zahl gemessen an der eigenen Einwohnerzahl.

Seit dem Ausbruch des Syrienkrieges im Frühjahr 2011 haben die Menschen hier Zuflucht gesucht. Sie kamen zum großen Teil zu Fuß, Familien aus Aleppo, aus Homs und Raqqa. Viele von ihnen haben mit ansehen müssen, wie die Bomben ihre Häuser und Geschäfte zerstörten. Eine große Anzahl Familienangehöriger sind dabei umgekommen. Ehepartner, Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde. Viele Syrer haben alles verloren. In ihrer Mitte leben solche, die ein schweres Trauma davongetragen haben. Diese Ereignisse konnten sie nicht verkraften, die Bilder haben sich eingebrannt. Ihre Seele ist emigriert, sie haben ihre Sprache verloren. Die UN hat große Zeltdörfer aufgebaut, Planen, Ölöfen und Matratzen zur Verfügung gestellt. Auch jetzt, nach sieben Jahren sind die Flüchtlinge noch da. Manche haben sich notdürftig eingerichtet, andere leben auf der Erde mit einer Feuerstelle in einem anderen Raum.

Während des ersten Besuches in der Bekaa Ebene 2013 hatte Margret Meier die Gelegenheit, Flüchtlinge in ihren Zeiten zu besuchen und ihre Geschichten zu hören. Das bewegte sie innerlich sehr. Helfen, aber wie? Diese Frage nahm sie mit nach Hause. Beim zweiten Besuch im Juni 2017 war sie wieder in der freikirchlichen Gemeinde der Stadt Zahle zu Gast. Diese noch junge Gemeinde hat ihr ganzes Dienstprofil umgestellt auf den Dienst unter den Flüchtlingen. Zuerst halfen sie mit der Verteilung von Lebensmittelpaketen. Kurze Zeit später organisierten sie für die Kinder in ihren dafür eingerichteten Kellerräumen eine Schule. Dann begann Alphabetisierungskurse für Frauen und manches mehr. Durch weltweite Kontakte kamen Teams aus den USA und anderen Ländern, um zu helfen. Besonders Lehrer übernahmen hier langfristige Verantwortung.

Margret Meier war zeitgleich mit einem amerikanischen Ärzteteam dort und sah sie bei ihrem Einsatz unter den Flüchtlingen. Das inspirierte sie, sich in Deutschland nach Ärzten und Pflegepersonal umzuschauen. Mit Erfolg. Bereits im November flog ein deutsches Team nach Beirut. Ärzte, Krankenschwestern, eine Beterin und eine Koordinatorin. In nur einer Woche konnte fast 900 Patienten geholfen werden.

Inzwischen gehen die Einsätze weiter, es besteht eine Partnerschaft zwischen Himmelsperlen und der True Vine Church in Zahl. Es geht darum zu helfen. Die Not ist riesengroß. Es braucht viele Menschen, die bereit sind, hinzugehen und einzusetzen, was Gott ihnen gegeben hat.

Gottes Liebe wird nur dann glaubwürdig, wenn sie auch sichtbar wird in praktischer Gestalt. Darauf warten die Bedürftigen. Sie sind unverschuldet in diese Situation gekommen.

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